ungarn2014

Wahlen in Ungarn 2014


Hinterlasse einen Kommentar >

Der Prímás kommt nach der Sitzung der Versammlung der örtlichen kommunistischen Partei nach Hause. Seine Frau erwartet ihn schon. „Und,“ fragt sie, „hat es geklappt, bist du nun Parteimitglied?“ Der Prímás schüttelt den Kopf: „Sie haben mich nicht in die Partei gelassen, weil ich früher mal für die Pfeilkreuzler gespielt habe.“ „Warum hast du das nicht geleugnet?“ fragt seine Frau. „Das konnte ich nicht,“ sagt der Prímás, „sie saßen ja alle da.“


Hinterlasse einen Kommentar

Verstärkte Präsenz in Deutschland

Ungarn eröffnet in Stuttgart und Düsseldorf zwei neue Generalkonsulate. Dies gab der ungarische Außenminister Tibor Navracics bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Frank-Walter Steinmeier bekannt.

Neue Konsulate in einem anderen EU-Staat zu eröffnen ist heutzutage ein ungewöhnlicher Schritt. Schließlich neigen viele Staaten dazu, ihre diplomatischen Vertretungen in den anderen EU-Ländern zu reduzieren. Dass Ungarn gleich zwei neue in Deutschland eröffnet, ist sicherlich auch der Tatsache geschuldet, dass in den vergangenen vier Jahren eine große Auswanderungswelle aus Ungarn zu verzeichnen ist – viele davon kommen nach Deutschland.


Hinterlasse einen Kommentar

Affäre um Weggang des Chefredakteurs von Origo.hu bringt Deutsche Telekom in Bedrängnis

Die Situation spitzt sich zu: !!444!!! hat seinen ursprünglichen Enthüllungsartikel über Origo ins Deutsche übersetzt und die Deutsche Telekom kämpft nun auf ihren Facebook-Seiten mit einem Shitstorm. Die Telekom reagiert mit sachlichen Hinweisen auf ihre ethischen Verpflichtungen als börsennotiertes Unternehmen. Allerdings glaubt in Ungarn niemand an eine solche Ethik. Schließlich wissen die Leute aus kommunistischer Zeit noch zu gut, dass häufig das Gegenteil von dem stimmt, was die Mächtigen beteuern.

http://444.hu/2014/06/06/die-telekom-hat-origo-bereits-letztes-jahr-der-regierung-uberlassen/

https://www.facebook.com/deutschetelekom?fref=ts

Hungarian Voice - Ungarn News

Ungarn ist, nur wenige Wochen nach der Parlamentswahl, Schauplatz einer handfesten Affäre um die Freiheit der Presse.

Alles begann damit, dass der Chefredakteur des ungarischen Internetportals Origo.hu, Gergö Sáling, vor einigen Tagen das Unternehmen mit sofortiger Wirkung verließ. Offizielle Erklärung war die einvernehmliche Vertragsauflösung wegen einer strategischen Neuausrichtung des Portals.

Die Umstände des Weggangs lassen es jedoch als näherliegend erscheinen, dass es sich um einen Rauswurf des erst vor einem halben Jahr angetretenen Sáling handelt, dessen Gründe in der kritischen aktuellen Berichterstattung Origos über eine „Dienstreise“ des Orbán-Intimus und designierten Ministers János Lázár (Leiter des Ministerpräsidialamtes) nach London, in die Schweiz und nach Italien mit hohen Rechnungen der Luxushotellerie  liegen dürften.

Nachdem Origo die Regierung aufgefordert hatte, die Details von Lázárs Reisen zu nennen und dieser Informationsanspruch gerichtlich bestätigt worden war, zahlte Lázár die Hotelkosten überraschend zurück. In einer Stellungnahme vor der Presse teilte er mit, die Rückzahlung…

Ursprünglichen Post anzeigen 428 weitere Wörter

Pressefreiheit – nice to have?

2010 schlug Orbáns Mediengesetz noch in ganz Europa hohe Wellen. Doch inzwischen ist man auch in Ungarn schlauer: Wieso staatliche Zensur bemühen, wenn man doch auf anderem Weg eleganter zum Ziel kommt?

Ob Gergő Sáling, bisheriger Chefredakteur von Origo.hu, auf staatlichen Druck hin gekündigt wurde, ist unklar. Klar ist, dass Szálinger Artikel veröffentlicht hat, die János Lázárs unverhältnismäßige Hotelkosten bei Dienstreisen angeprangert haben. Lázár (Staatssekretär des Kanzleramts) war „not amused“.

Nach dem Sálings Kündigung bekannt wurde, demonstrierten gestern bis zu 2000 Personen dagegen und forderten, die Pressefreiheit in Ungarn zu schützen. Selbst der Gründer von Origo, Péter György, erwägt, dem Nachrichtenportal den Rücken zu kehren.